Umzugskartons richtig packen
Ein Karton wird nicht danach befüllt, wie viel noch hineinpasst, sondern danach, wie viel sich noch tragen lässt: Bücher gehören in kleine Kartons, Kissen und Bettwäsche in große. Wer zusätzlich nach Zimmer beschriftet und einen Erste-Nacht-Karton getrennt packt, erspart sich am Umzugstag und danach viel Suchen.
- Kleine Kartons für Schweres wie Bücher, große für Leichtes
- Geschirr stehend packen, das bricht seltener als liegend gestapelt
- Beschriftung nach Zimmer statt nach Inhalt spart Zeit beim Ausräumen
- Erste-Nacht-Karton zuletzt rein, zuerst wieder raus
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Wie viele Kartons Sie brauchen und was sie kosten
Für ein Zimmer mit durchschnittlicher Möblierung rechnen die meisten Umzüge in Neukölln mit etwa 15 bis 20 Kartons, eine ganze Wohnung kommt schnell auf 40 bis 80 Stück. Wer die Kartons nach dem Umzug nicht weiter braucht, fährt mit Mietkartons günstiger und spart sich das Entsorgen: bei uns kostet das Mieten 1,20 € je Woche, der Kauf 2,60 € je Stück pro Stück. Für hängende Kleidung, die sonst zusätzlich gefaltet und wieder aufgehängt werden müsste, lohnt sich eine Kleiderbox zum Mieten für 15 €, darin bleiben Hemden und Kleider auf dem Bügel und wandern direkt in den neuen Schrank.
Gewicht: kleine Kartons für Schweres, große für Leichtes
Der häufigste Fehler beim Packen ist, jeden Karton bis zum Rand zu füllen, egal was hineinkommt. Bücher, Aktenordner und andere schwere Gegenstände gehören in kleine Kartons, maximal zu zwei Dritteln gefüllt, sonst wird der Karton unhandlich schwer und reißt im schlimmsten Fall am Boden auf. Als Faustregel sollte ein voller Karton nicht über 20 bis 25 Kilogramm wiegen, das lässt sich noch mit einer Hand anheben. Leichte Gegenstände wie Bettwäsche, Kissen oder Stofftiere dürfen dagegen in großen Kartons landen, dort ist Volumen wichtiger als Gewicht. Wer über vier Etagen ohne Aufzug trägt, wie es in vielen Altbauten zwischen Weserstraße und Pannierstraße üblich ist, merkt den Unterschied bei jedem einzelnen Karton.
Geschirr stehend verpacken statt liegend stapeln
Teller brechen seltener, wenn sie hochkant stehen statt flach übereinander zu liegen, weil der Druck sich gleichmäßiger über den Tellerrand verteilt statt sich auf einer Fläche zu konzentrieren. Zwischen jedem Teller liegt eine Lage Packpapier oder eine gepolsterte Geschirrmatte. Gläser und Tassen werden einzeln eingewickelt und aufrecht in den Karton gestellt, der Boden bekommt vorher eine dicke Schicht Papier als Stoßdämpfer. Schwere Küchengeräte kommen separat in kleinere, stabile Kartons, nicht zusammen mit dem Geschirr.
Beschriftung nach Zimmer, nicht nach Inhalt
Statt jeden Karton mit einer langen Liste des Inhalts zu beschriften, hat sich eine Beschriftung nach Zielraum bewährt: „Küche", „Bad", „Kinderzimmer", „Schlafzimmer". So weiß das Umzugsteam beim Ausladen sofort, in welchen Raum der Karton gehört, ohne dass jemand lange Listen lesen muss. Ein zusätzlicher Farbcode pro Zimmer, etwa mit farbigem Klebeband, beschleunigt das Sortieren zusätzlich, besonders wenn mehrere Kartons gleichzeitig ins Treppenhaus getragen werden.
Der Erste-Nacht-Karton
Ein separater Karton, der zuletzt ins Auto und zuerst wieder heraus kommt, erspart am ersten Abend das Durchsuchen von zwanzig gleich aussehenden Kartons. Hinein gehören: Zahnbürste und Hygieneartikel, ein Satz Wechselwäsche, Ladekabel für Handy und Laptop, wichtige Unterlagen wie Mietvertrag und Ausweis, etwas zu essen und trinken, Toilettenpapier sowie das nötigste Werkzeug für den ersten Möbelaufbau. Wer Kinder hat, packt zusätzlich ein vertrautes Spielzeug oder Kuscheltier dazu, das hilft beim Ankommen in der neuen Umgebung.
Besonderheiten im Neuköllner Altbau
In vielen Gründerzeitbauten nördlich der Sonnenallee ist das Treppenhaus schmal und die Kurven eng, gerade in Rixdorf mit seinen niedrigen Klinkerhäusern. Hier zahlt sich aus, sperrige Einzelteile wie Bilderrahmen oder Spiegel separat und flach zu verpacken statt in einen ohnehin vollen Karton zu zwängen. Auch Kleinteile wie Schrauben und Möbelbeschläge gehören beschriftet in einen eigenen kleinen Karton oder eine Tüte, damit beim Wiederaufbau nichts fehlt.
Häufige Fragen
Wie schwer darf ein Umzugskarton maximal sein?
Als Faustregel gilt: ein voller Karton sollte sich noch mit einer Hand anheben lassen, in der Praxis also nicht über 20 bis 25 Kilogramm liegen. Gerade beim Tragen über vier Etagen ohne Aufzug, wie es in vielen Altbauten im Reuterkiez üblich ist, macht ein zu schwerer Karton den Unterschied zwischen einem zügigen und einem erschöpfenden Umzugstag.
Lohnt sich Kartons mieten oder kaufen?
Für einen einmaligen Umzug ist Mieten meist günstiger und spart das spätere Entsorgen. Der Kauf lohnt sich, wenn Sie die Kartons anschließend noch als Stauraum nutzen wollen oder planen, in absehbarer Zeit erneut umzuziehen. Bei uns kostet ein Karton im Kauf 2,60 € je Stück, zur Miete 1,20 € je Woche.
Wie verpacke ich Geschirr, ohne dass etwas bricht?
Teller werden stehend statt liegend gestapelt, das verteilt Druck gleichmäßiger über den Tellerrand und reduziert Bruch deutlich. Zwischen jedem Stück liegt eine Lage Packpapier oder eine gepolsterte Geschirrmatte. Gläser stehen einzeln eingewickelt aufrecht, der Kartonboden bekommt eine Schicht Papier als Puffer.
Was gehört unbedingt in den Erste-Nacht-Karton?
Zahnbürste und Hygieneartikel, ein Satz Wechselwäsche, Ladekabel, wichtige Unterlagen, etwas zu essen und trinken, Toilettenpapier sowie Werkzeug für den Möbelaufbau. Dieser Karton wird zuletzt beladen und zuerst wieder ausgeladen, damit Sie am ersten Abend nicht durch zwanzig Kartons suchen müssen.
Wie lange vorher sollte ich mit dem Packen anfangen?
Bei einer durchschnittlichen Wohnung etwa zwei Wochen vor dem Termin, angefangen bei selten genutzten Dingen wie Saisonkleidung oder Dekoration. Küche und Badezimmer, die täglich gebraucht werden, packen Sie am besten erst in den letzten Tagen vor dem Umzug.
Kartons besorgt, Umzug fehlt noch?
Fragen Sie Kartons, Kleiderboxen und den passenden Umzugstermin gleich zusammen an.